Teil 1: Die Ankunft in London
Die Freizeit- und Begegnungsstätte Oese und die Fußball-Schule Millerntor reisten mit 33 Jugendlichen für fünf Tage nach London. In der Welt-Metropole, die mit fünf Teams in der Premiere League vertreten ist, trainierten und spielten die Nachwuchs-Kicker und erlebten ein spannendes Programm. Die Unterbringung der Gruppe erfolgte in einem Hotel der Westminster University in zentraler Lage. Nach einem Gottesdienst in der Oeser Kirche machte sich die Gruppe um Diakon Michael Freitag-Parey gegen 23 Uhr auf den Weg nach London.
Die Reise ging per Bus zunächst nach Calais, um dort mit Freitag-Parey, der die Fähre um eine Minute verpasste und endlich nach 12-stündiger Fahrt in London ankam, zusammenzutreffen. Die Gruppe nahm es mit Humor, bezog die Etagen des Hotels, die in Wohngemeinschaften aufgeteilt waren, und machte sich anschließend auf zum ersten Training.
Teil 2: Start des Trainings
„Die Spieler zeigten sich trotz der strapaziösen Fahrt sehr engagiert im Training“, so Trainer Andre Otto, der gemeinsam mit Manfred Krause eine weitere Einheit anbot. Das „Finale“ waren zwei Spiele gegen die U15 und U16 der Teviot Rangers, dem Verein, auf dessen Anlage trainiert wurde. Die Gastgeber gewannen die Spiele mit 1:0 und 2:0. „Das Team um Vereinsboss Mike Flatmann ging rührig auf unsere Wünsche ein. Das ganze Miteinander war sehr herzlich“, so Ralf Ehlers von der Fußball-Schule Millerntor. Das zehnstöckige Hotel der Westminster University wurde zum Wohnzimmer und bot allen eine ideale Aussicht über die Stadt: Nicht nur das London-Eye, das "attraktivste Riesenrad der Welt" wurde zum Hingucker.
„Durch das Einrichten der Wohngemeinschaften sollten die Gruppen das Alltägliche erleben. Die Küchen dienten nicht nur zum Kochen und Essen, sondern waren ein idealer Ort für den Austausch. Für die täglichen Mahlzeiten gab es einen Speiseplan. Das war für alle eine spannende Sache“, freute sich Freitag-Parey, der an seiner Seite sechs „professionelle“ Betreuer hatte.
Teil 3: Stadionbesuch beim FC Chelsea
Die Parks am Themseufer boten sich an, um Themen wie Teamplay oder Vergebung und Versöhnung zu behandeln. Die meisten Wege zu den Tatorten in der Sherlock-Holmes Stadt legten die Norddeutschen mit der U-Bahn zurück. Dass den Millerntorkickern eine Stadionbesichtigung beim FC-Chelsea angeboten wurde, wo jüngst noch Michael Ballack spielte, erhöhte das Lampenfieber. Der Klub zeigte sich während der Führung in Weltklasseform. „Die Umkleidekabine hätte ich mir doch wesentlich luxuriöser vorgestellt. Das Stadion stellte sich einmalig dar“, so der Rockstedter Lennart Heins. „Der Rasen ist einmalig“, ergänzte Betreuer Nils Bohling. Der Selsinger zeigte sich begeistert vom London-Trip. „Dass Fußball dabei war, war total wichtig. Dadurch ließen sich christliche Inhalte super transportieren“, so Bohling, der mit seiner Gruppe auch London bei Nacht erlebte. Hier machte die „Szene“ rund um Big Ben und Westminster Abbey Eindruck.
Teil 4: Fahrt im "London-Eye"
Einige stiegen zudem ins London-Eye, das einen Blick aus 135 Meter Höhe bot. Der letzte Tag wurde für die eingeteilten Gruppen mit der Suche nach „Mister X“ zu einer echten Herausforderung. Das Drehbuch hatte Betreuer Lewke-Björn Rudnick (Polizist im richtigen Leben) geschrieben. Die Jugendlichen mussten bis zum Ergreifen von Mister X Beweismittel sammeln, die anhand eines Fotoapparats festgehalten wurden.
Teil 5: Zurück nach Hause
„Das Ganze war toll geplant. Für die Kinder war es zugleich Sprachtraining, Stadterkundung und Förderung der Selbständigkeit“, so Betreuer Steffen Volkmann. Ein abschließender Gottesdienst war zugleich das Aufbruchsignal für die Rückfahrt, Zeit zwischen Sightseeing, Fußball und christlicher Wertevermittlung zu gestalten. Und die wurde statt mit dem Bus per Flugzeug abgewickelt. Michael Freitag-Parey: „Die Rückfahrt samt Flug stellte sich problemlos dar. In Oese gab es noch eine ‚Tschüß- Runde‘, bevor sich alle auf den Heimweg machten. Bereits am nächsten Tag habe ich tolle Rückmeldungen von den Eltern erhalten.“
Fotogalerie London 2010